09.02.2022

„Das Potenzial von SEO wird stark unterschätzt“ – Niels Stuck (WOLF OF SEO)

Niels Stuck ist darauf spezialisiert, mit E-Commerce-SEO und Onlineshops durch SEO einen nachhaltigen organischen Umsatzkanal aufzubauen. Warum er dabei primär auf datenbasierte Contentstrategien und Linkbuilding setzt – und was Startups oder etablierte Marken dabei noch viel besser machen sollten, erklärt der Kopf hinter Agentur WOLF OF SEO in unserem Interview.

Hallo Niels, fangen wir doch mit dem offensichtlichen an. Deine Nickname polarisiert. Wie wurdest du zum „Wolf of SEO“ und welcher Gedanke steht hinter diesem Namen?

Hinter jedem Wachstum, sowie jedem Unternehmen steht eine Idee – und eine Person.

In unserem Fall steht WOLF OF SEO dafür, dass Ergebnisse und ein klarer Return on Investment im Vordergrund stehen. Höhere Besucherzahlen und bessere Positionen bei Google sind schön und gut, doch im Kern sind wir alle Unternehmer und wollen, dass mittel- bis langfristig aus einem Euro Investition, zwei oder mehr werden.

Der einprägsame und konfrontative Name resultierte aus meinen ersten Berührungspunkten mit anderen SEO Agenturen und Erfahrungsberichten von Kunden, während meiner Zeit als Freelancer. Hier fiel mir deutlich und wiederholt auf, dass sich oftmals die Unwissenheit und ein Vertrauensvorschuss des Kunden, mit ineffizienten Maßnahmen der Agentur paart. Ergebnisse muss man in diesem Kontext oft mühsam suchen, oder hineininterpretieren. Gutes Beziehungsmanagement und Sympathie halten den Kunden oft lange fest, doch sobald Input-Kosten und Output-Erträge gegenübergestellt werden, fällt das himmelschreiende Loch der Ineffizienz oftmals auf – und die Zusammenarbeit endet unglücklich in einer negativen Erfahrung.

Der Name WOLF OF SEO, sollte klar gegen dieses Phänomen in der Agenturlandschaft stehen – und Ergebnisorientierung und Effizienz zum zentralen Element der B2B-Zusammenarbeit machen. SEO ist für viele Unternehmen ein Buch mit sieben Siegeln, da es so vielschichtig und kompliziert sein kann. Man kann viel Zeit und Budget der Kunden in das Drehen von kleinen Schrauben versenken, die zwar faszinierend aussehen, aber wenig Ertrag bringen. Bei WOLF OF SEO konzentrieren wir uns deutlich stärker auf das Pareto Prinzip und 20 % der Maßnahmen, die 80 % der Ergebnisse ausmachen.

Unser System gleicht eher einem klaren Schlachtplan, um den Umsatz unserer Klienten zu erhöhen, statt einer paralysierenden Nebelwand aus Komplexität.

Welche Werte leiten dein Unternehmen und warum bist du Unternehmer geworden?

Effizienz, Sinn und Wachstum.

Ich bin Unternehmer geworden, weil ich auf jeder Etappe meines Lebens, von der Schule bis zum Corporate Job, geradezu geschockt war, wie ineffektiv und ineffizient gearbeitet wurde. Es werden so oft aus Routine, Ego oder Einfallslosigkeit weder die richtigen Dinge getan (Effektivität) noch die Dinge richtig getan (Effizienz). Dementsprechend hatte ich auch Probleme mich in Umfeldern der Innovationsverschließung à la „wir haben das schon immer so gemacht“ wohlzufühlen – und wollte es selbst in die Hand nehmen, es besser zu machen.

Ich habe es sozusagen als Herausforderung gesehen, während meines Studiums ein Unternehmen aufzubauen, sodass ich den Abschluss anschließend gar nicht benötigen würde.

Ein ausschlaggebender Moment war ein Gespräch mit einem guten Freund, welcher in einer SEO Agentur sein Praktikum absolvierte. Zu dieser Zeit war ich gerade, neben dem Studium, frisch im Geschäft als SEO Freelancer und Affiliate Marketer und war total heiß darauf, zu erfahren, wie große SEO Agenturen arbeiten. In diesem Gespräch musste ich mit Ernüchterung feststellen, dass auch hier nur mit Wasser gekocht wurde – nur wurde für das Wasser ein beeindruckender Preis verlangt.

Nach diesem Ereignis fühlte ich mich fast schon verpflichtet den Standard zu erhöhen und ein gutes Agenturbeispiel zu erschaffen. Ziel ist ganz klar den Fokus auf Ergebnisse zu legen und eine umsatzpositive Dienstleistung für den Kunden abzuliefern.

Was sind die größten Mythen rund um das Thema SEO?

Generell würde ich sagen, dass das Potenzial von SEO stark unterschätzt wird. Viele Unternehmer können sich gar nicht vorstellen, in welche Menge und Frequenz Suchanfragen bei Google getätigt werden.

Kurze Statistik der letzten Jahre, über die durchschnittliche Menge an Suchanfragen bei Google:

  • pro Sekunde: ca. 63.000 Suchanfragen
  • pro Minute: ca. 3,8 Millionen Suchanfragen
  • pro Stunde: ca. 228 Millionen Suchanfragen
  • pro Tag: ca. 5.5 Milliarden Suchanfragen
  • pro Monat: ca. 167 Milliarden Suchanfragen
  • pro Jahr: ca. 2 Billionen Suchanfragen

Nutzer suchen wirklich alles erdenkliche bei Google, ob nach Produkten, Dienstleistungen oder anderweitigen Lösungen. Wer für seine Zielgruppe und sein Angebot sichtbar ist, erntet jeden Tag, jede Woche und jeden Monat Anfragen, Leads oder Verkäufe.

Weiterhin werden Synergieeffekte nicht gesehen. Dies ist teilweise verständlich, wenn man nicht selbst Marketer ist, kann man die Synergieeffekte für den eigenen Markenaufbau, die Reichweitengewinnung und das Zusammenspiel von SEO mit Social Media Advertising, PR, E-Mail Marketing und vielen weiteren Kanälen nicht sehen. SEO kann den Umsatz an so vielen Fronten erhöhen und positiv beeinflussen, ich kann hier nur jedem Empfehlen, diesen Kanal nicht noch weitere Jahre zu vernachlässigen.

Wenn man jetzt feststellt, dass man darüber noch nie nachgedacht hat, ist das nicht tragisch, das haben die wenigsten. Deswegen ist Deutschland auch im Vergleich zu den USA und dem internationalen Raum so ein einfaches Spielfeld.

Die wenigsten Unternehmen nutzen SEO und überlassen den großen Playern wie Amazon, Zalando, dm, und ähnlichen Namen einfach den Vortritt. Ist auch verständlich, wenn man denkt, man hätte ohnehin keine Chance, warum dann kämpfen? Tatsächlich kann ich Ihnen hier aus zahlreichen Projekten und Erfahrungen die Sorge nehmen – es ist möglich. Nicht nur im Alten Testament gewinnt David gegen Goliath, sondern auch bei Google. Natürlich nur, wenn man weiß, was man tut. Aber das sollte ja logisch sein. Heutzutage wird niemand erfolgreich, der Dinge halbherzig macht.

Außerhalb von diesen Punkten natürlich auch die jährlich immer wieder auftretenden  Klassiker wie:

„SEO ist tot“ und mein Favorit unter den Klassikern im deutschen Raum „Linkaufbau funktioniert nicht“.

Was unterscheidet Wolf of SEO von anderen SEO-Agenturen?

Wir haben uns vorgenommen, die größten „Schwachstellen“ von SEO bei den Hörnern zu packen.

Die beiden Schwachstellen, welche die meisten Unternehmer in SEO sehen, sind Transparenz und der Return on Invest. Denn üblicherweise ist der Einfluss auf den Umsatz schwer nachweisbar und reiner Traffic und Sichtbarkeit muss nicht direkt Umsatz bedeuten.

Aus dieser Grundlage ergeben sich auch viele schlechte Erfahrungen vieler Unternehmer, da jeder weiß, dass „SEO länger dauert“. Wenn etwas länger dauert und schwerlich nachweisbar ist, ist man auf Vertrauen angewiesen. Daher wird hier oftmals viel versprochen, um den Kunden am Haken zu halten, wenig geliefert, aber entsprechend kassiert. Das Risiko liegt hier oftmals vollständig auf der Seite des Kunden.

Wir bei WOLF OF SEO sind jedoch der Meinung, dass der Dienstleister den Großteil des Risikos tragen sollte, denn wenn man sich seiner Leistung sicher ist, existiert somit kein Risiko.

Aus diesem Grund arbeiten wir in Projekten mit echtem Potenzial vollständig leistungsbasiert. Wir machen den SEO-Umsatz in Echtzeit sichtbar und arbeiten ausschließlich auf nachweisliche Umsatzsteigerung.

Wir haben uns auf E-Commerce spezialisiert und haben hier ein 3-Phasen SEO-Konzept erarbeitet, welches sich in mehr als 30 Projekten bewiesen hat. Mit diesem Konzept konnten wir verschiedene Onlineshops auf mehr als 100.000 € Monatsumsatz skalieren –  allein durch SEO. Hierbei haben wir auch auch schon diverse Male erlebt, wie Start-ups mit Ihren Platzierungen an den großen Player vorbeigezogen sind.

Wir fokussieren uns aufgrund von 2 Gründen auf E-Commerce Projekte.

1 – Unternehmer interessieren sich am Ende des Tages für den Umsatz.

Eines der größten Probleme, welches viele Kunden in SEO sehen, ist, dass Sie das Gefühl haben, der Einfluss wäre nicht klar sichtbar und nachweisbar. Bei Onlineshops kann dies nicht passieren, da hier die Produkte und der Kauf im Mittelpunkt stehen. Wir wissen, dass einen Unternehmer am Ende des Tages der Umsatz interessiert, Onlineshops mit einem großen Produktangebot bieten viel Raum für kaufinteressierten Traffic.

2 – Im umkämpften Spielfeld ist man gezwungen am Ball zu bleiben

Bruce Lee sagte einmal „Ich habe keine Angst vor dem, der einmal 10.000 Tritte geübt hat, aber vor dem, der einen Tritt 10.000-mal geübt hat“. Dabei bezog er sich darauf, dass man etwas nur meistern kann, wenn man sich auf genau diese eine Sache konzentriert und sie stetig verbessert.

Angesichts dessen nehmen wir bei WOLF OF SEO den Begriff Spezialisierung so ernst, dass uns Suchmaschinenoptimierung allein nicht spezialisiert genug wäre. Wir sollen den Fokus noch tiefer setzen, nämlich auf E-Commerce SEO.

Diesen Tritt haben wir so oft trainiert, dass wir hier 100 % leistungsbasiert arbeiten können.

E-Commerce ist der am stärksten umkämpfte Bereich des Internets. Hier kann sich niemand leisten zu schlafen oder sich nicht weiterzuentwickeln. Wir entwickeln unsere Methoden immer weiter und haben bei jedem Kunden den Anspruch, zu gewinnen, statt uns mit dem zweiten oder dritten Platz zufriedenzugeben. Dafür müssen wir die extra Meile gehen, vor allem, da wir in vielen Projekten die ersten Monate vollständig in Vorleistung gehen, um am Ende das optimale Win-Win Szenario in der Zusammenarbeit von Unternehmer zu Dienstleister (Unternehmer) zu erschaffen.

Was sind die SEO Trends für 2022 und welche 3 Gedankenanstöße möchtest du uns mit auf den Weg geben?

SEO Trend 1:SEO wirklich endlich umsetzen

Viele Unternehmen haben SEO schon auf dem Schirm und sich über Jahre immer wieder vorgenommen, doch aufgrund der vielen anderen Herausforderungen fällt es immer unter den Tisch. Alternativ hat man vielleicht im Laufe der Jahre man einen Werkstudenten oder Mitarbeiter beauftragt und sich „nebenbei“ um SEO kümmern sollte, während er vermutlich schon nicht genügend Zeit hat, seine eigentlichen Aufgaben zu erledigen.

Onlinemarketing ist ein enorm spezialisierter Bereich in dem mit den richtigen Spezialisten, an den richtigen Stellen, richtig viel Umsatz gemacht werden kann. Wenn man nun jedoch auf Sparflamme den Werkstudenten oder Praktikanten fürs Marketing einsetzt, braucht man keine guten Resultate zu erwarten.

Gleiches gilt, wenn man sich in der Beratung für einen „Allrounder“ entscheidet, der am besten auch noch lokal ist und das günstigste Angebot hat. Eine Sache, von der ich sehr überzeugt bin, ist folgender Satz: „Wer alles kann, kann nichts wirklich gut“. Das gute alte Sprichwort: „Nichts ist teurer als ein schlechter Anwalt“, gilt für jede Beratungstätigkeit sowie auch fürs Marketing.

SEO-Trend 2: Voice Search

Die Sprachsuche rückt immer weiter in den Fokus und zunehmend mehr Leute sprechen ihre Suchanfrage lieber in das Smartphone statt sie manuell einzutippen. Waren es im Jahre 2020 noch 20 % der User*innen, die diese Funktion genutzt haben, sollen es 2022 schon bis zu 40 % sein.

Dieser Fakt ist aus SEO-Sicht natürlich sehr interessant, weil sich dadurch die Suchanfragen verändern. Nutzer*innen tippen nur die wichtigsten Wörter ihrer Anfrage in die Suchmaschine, sprechen aber in vollständigen Sätzen. So wird aus der manuellen Suchanfrage “SEO Vorteile” die Sprachsuche “Welche Vorteile hat SEO für mein Unternehmen?”.

Die Amazon Alexas und Apple Siris, sowie zahllose weitere Abwandlungen, werden die Arten und Weisen zu suchen noch nachhaltig verändern.

SEO-Trend 3: Suchintentionen

Die Suchintention ist eine Möglichkeit für dich, das Warum hinter einer bestimmten Suchanfrage zu verstehen. Sie liefert wertvolle Informationen über den Grund (oder die Gründe), warum jemand etwas bei Google sucht.

Es gibt drei Arten von Suchintentionen: Know, Do und Go. Jede Kategorie hilft dir, zu verstehen, wonach ein(e) Nutzer*in sucht. Wenn du weißt, welche Suchintention hinter einer bestimmten Anfrage steckt, kannst du zielgerichteter Inhalte erstellen und so besser auf die Bedürfnisse der Nutzer*innen eingehen.

Know: der/die User*in ist auf der Suche nach Informationen zu einem bestimmten Thema. Blogbeiträge sind hier das wichtigste Werkzeug für deine Webseite, um ihm/ihr genau diese Informationen zu liefern. Beispiele: “Lachs filetieren” und “Floh bei Hunden”

Do: der/die User*in hat eine gewisse Absicht, etwas zu tun. Hierbei handelt es sich meist um den Kauf bestimmter Produkte. Versuche, mit deinen Produkt- und Kategorieseiten für diese Suchanfragen zu ranken. Beispiele: “Sneaker kaufen” und “Video schneiden Programm”

Go: der/die User*in navigiert auf eine bestimmte Seite, kennt also sein Ziel schon vor der Suche. Hier ist es besonders schwierig, den Traffic auf die eigene Seite umzuleiten und diese Keywords sollten in der Regel eher vernachlässigt werden. Beispiel: konkreter Name einer Firma/einer Webseite.

Suchintentionen und Keywords stehen im Zentrum jeder SEO Strategie. Wer dieses Thema meistert, wird seine Sichtbarkeit stark verbessern können.